Kirchengemeinderat

Heike Kistner - Vorsitzende des Kirchengemeinderats

Lehrerin im Ruhestand, 63 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder, vier Enkelkinder

In meiner langjährigen Amtszeit als Kirchengemeinderätin habe ich unsere Kirche kennengelernt als Ort der Gemeinschaft, an dem sich unterschiedliche Menschen dafür einsetzen, dass Kirche gerade heute einen Raum für Erfahrungen jenseits unseres hektischen, leistungsorientierten Alltags bietet. Und zwar allen, völlig unabhängig davon, wer sie sind und was sie antreibt.

Zugänge zu dieser Gemeinschaft gibt es inzwischen viele: Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Musik und bildender Kunst, kulinarische Angebote, Rückzugsorte für Gebet, Kontemplation und Spiritualität, theologische Gesprächskreise, Gottesdienste aller Art usw.

Lange habe ich selbst Offenheit und Frische der Kirche hier in Schorndorf vermisst, bin aber nun der Meinung, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, Kirche den Menschen wieder näherzubringen, und möchte ihn mit wachem, kritischem Blick weiter mitgestalten.

Wo, wenn nicht hier, können wir christliche Werte leben, die wir oft so schmerzlich vermissen: Menschenfreundlichkeit, Toleranz und Achtung vor der Schöpfung.

Sandra Abou Hamra

59 Jahre alt, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, 4 Enkelkinder

In der Stadtkirche habe ich eine zweite Heimat gefunden, deshalb möchte ich meine von Gott geschenkten Gaben  für eine einladende Kirche einsetzen.

Mir liegt es am Herzen, dass Menschen, Jung und Alt, und aus verschiedenen Kulturen, Anschluss finden, Gemeinschaft erleben, sich von Gottes Wort und seiner Liebe durch zeitgemäße Gottesdienste in verschiedenen Formen ansprechen lassen und beheimatet fühlen. Die Kirche soll ein Ort sein, an dem Jesus Christus der Mittelpunkt ist, und wo Menschen durch klare Verkündigung, Musik und verschiedene Aktivitäten, Gott begegnen können.

Sabrina Axtman

Ich bin 30 Jahre alt, ledig und arbeite als Ingenieurin in der Automobilindustrie.

Als Kirchengemeinderätin der Stadtkirche Schorndorf setze ich mich für eine tolerante und offene Gemeinde ein, in der Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlichsten Lebensbiografien akzeptiert werden und Heimat finden. Die Jugendarbeit liegt mir dabei besonders am Herzen.

Bereits seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Konfirmandenarbeit der Stadtkirche. Ich selbst hatte eine spannende und prägende Konfirmandenzeit mit einem offenen Pfarrer, der uns Kirche, Glaube und Gemeinschaft mit Freude nahegebracht hat.

Es ist mir deshalb wichtig, dass junge Menschen durch beispielsweise besondere Veranstaltungen oder Konfirmandenfreizeiten positive Erfahrungen mit der Kirche und dem Glauben machen und Werte von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe vermittelt bekommen.

Jürgen Dobler

56 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Töchter und einen Sohn mit 8 Jahren. Selbständig.

 Die Stadtkirche ist für unsere Familie seit Generationen die Heimatkirche und es ist mir nicht nur ein Anliegen, sondern auch eine Ehre, meine ehrenamtlichen Möglichkeiten hier mit einzubringen.

Mir ist es wichtig, dass Gemeinde und Stadtkirche gleichermaßen ihren Platz auf der Höhe der Zeit finden, lege aber trotzdem großen Wert auf den respektvollen und behutsamen Umgang mit ihren Traditionen. Bei meiner Arbeit als Kirchengemeinderat liegen mir besonders Familien mit Kindern und junge Leute am Herzen. Das Konzept der Familienkirche, eine neue Gottesdienstform, spricht erfolgreich Eltern, Jugendliche und kleine Kinder an.

Wir haben deshalb schon vor Jahren das Konzept einer Familien-Kirche entwickelt, das als neue Gottesdienst-Form erfolgreich Eltern, Jugendliche und kleine Kinder gemeinsam anspricht. Jede Gemeinschaft braucht Menschen, die sich für sie einsetzen.

Matthias Eisenhardt

*1965, verheiratet, 2 jugendliche Töchter, Lehrer am Burggymnasium. Seit 2013 im Kirchengemeinderat, dem Kirchenbezirks-Ausschuss und Vorsitz der Bezirkssynode.

Brücken bauen - für die Menschen
So ins Gespräch zu kommen, dass alle Sichtweisen gehört werden, das ist mein großes Ziel. Kirche soll Heimat bieten, ein Ort der Ruhe, Stille und Offenheit sein, die Sicherheit und Kraft gibt.
Zugleich ist mir der Blick nach außen wichtig, auf den Bezirk, die Partnergemeinde in Kitale, auf die Ökumene.

Die Bibel - Grundlage und Orientierung
Basis für die Werte, die unsere Gemeinschaft ausmachen, ist die Bibel. Sie muss, um Sinn stiften und Orientierung bieten zu können, zeitgemäß ausgelegt werden. Das geschieht immer auch im Gespräch untereinander in Kirche und Gemeinde. Deshalb bin ich für eine Stärkung des geistlich-theologischen Hintergrunds, aber auch für Projekte, die der Bewahrung unserer Schöpfung dienen wie „Faire Gemeinde“.

Gegen Fundamentalismus
Fundamentalismus spaltet, verhindert Gemeinschaft, verfälscht Inhalte und schließt aus. Mir ist wichtig, dass alle in unserer Kirche akzeptiert und angenommen sind, wie Christus es gelebt hat.

Ute Ott

Hausfrau, 59 Jahre alt, verheiratet, drei Töchter und eine Enkeltochter

Seit sechs Jahren bin ich Kirchengemeinderätin in unserer Stadtkirchengemeinde. Dabei war es mir von Anfang an eine Herzensangelegenheit, dass Menschen in allen Lebenslagen einen Platz in unserer Gemeinde haben können. Ich möchte Traditionen bewahren und trotzdem immer offen für Neues sein.

Die Stadtkirche sollte ein lebendiger Ort des geistlichen Lebens sein und Begegnungsstätte für Jung und Alt bleiben. Eine gute Möglichkeit dafür bietet der regelmäßig stattfindende Mittagstisch „Mittagessen für Jung und Alt“ im Martin Luther Haus, den ich 2018 mitgegründet habe und seitdem betreue.

Ich würde gerne auch weiterhin unsere Gemeinde in den verschiedenen Gremien vertreten. Bisher war ich Stiftungsrat im Marienstift und habe die Gemeinde im Kirchenbezirksausschuss und im Gemeindediakonausschuss vertreten. Auch im Veranstaltungsausschuss der Stadtkirche habe ich bisher gerne mitgearbeitet. Seit 10 Jahren singe ich mit großer Begeisterung in der Kantorei.

Heidrun Schwaan-Streicher

58 Jahre alt, seit 2012 verwitwet

Seit ca. einem Jahr bin ich Gemeindeglied in der Stadtkirche. Als Erzieherin habe ich immer in evangelischen Einrichtungen gearbeitet und somit nicht nur als Gemeindeglied Einblicke in mehrere Kirchengemeinden bekommen.

Selbst habe ich an verschiedenen Stellen mitgewirkt: Posaunenchor, Kinderkirche, Jungschar und Besuchsdienst. Privat und beruflich sind mir immer die Menschen mit ihren Fragen, ihren Sorgen und auch mit ihren Freuden wichtig. Da ich selbst schon in vielen Lebenslagen die Nähe Gottes und seinen Beistand erfahren durfte, ist es mir wichtig, auch anderen diese „Kraftquelle“ zugänglich zu machen.

Daher wünsche ich mir: Eine Kirche, die offen ist für alle, in der jeder willkommen und angenommen ist. Eine Kirche, die sich selbst nicht abkapselt, sondern über den eigenen Kirchturm hinaus schaut. Eine Kirche, die gemeinsam auf dem Weg ist, einander ermutigt und im Glauben stärkt. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Annegret Weimer

51 Jahre alt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder, Redakteurin und Coach

Seit bald 6 Jahren arbeite ich im Vorbereitungskreis der Reihe Stadtkirche am Abend mit. Die konzeptionelle und inhaltliche Arbeit in diesem Team unterschiedlichster Menschen macht mir viel Freude.

Mir ist es wichtig, mich für eine Kirchengemeinde einzusetzen, die niemanden ausgrenzt und die vielseitige Angebote macht für alle, die auf der Suche sind nach Gemeinschaft und Begegnung, nach Anregungen zu zentralen Fragen des Lebens und nach zeitgemäßen Formen christlicher Spiritualität. Mit unserer schönen Stadtkirche haben wir einen wunderbaren Ort mitten im Herzen der Stadt, der lebendige Tradition ausstrahlt und es auch verträgt, immer wieder Neues auszuprobieren.

Dass Entscheidungen nicht nur innerhalb der Gemeinde Auswirkungen haben, sondern mit der Stadtgesellschaft, den Entwicklungen in unserem Land und weltweit zusammenhängen, sehe ich zudem als Herausforderung zum verantwortungsvollen Handeln.