Warum ich noch Christ bin

Lebenshaltung statt religiöser Formeln. Prof. Dr. Andreas Benk bei Stadtkirche am Abend am 21. März.

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Was macht uns zu Christen? Ist es die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche? Ist es das Bekenntnis zu tradierten Glaubenssätzen?  Ist es der Versuch, in der Nachfolge Jesu zu leben? Aber was würde das heute heißen, „Nachfolge zu leben“?  Kann Christsein nur noch eine absurd erscheinende Entscheidung wider alle Vernunft sein oder lassen sich dafür wohlüberlegt und glaubwürdig gute Gründe finden? Und das nicht verstanden als Widerspruch zum Jüdischsein, Muslimischsein oder Religionsfreisein.

Sehr persönlich, sehr kritisch und gelegentlich auch radikal beantwortet der Theologe und Professor für Religionspädagogik Dr. Andreas Benk diese Fragen und wird in seinen Antworten konkret, wie Nachfolge gelebt werden kann und was es bedeutet, sich für die Gestaltung einer menschen- und lebensfreundlichen Welt einzusetzen.

Da ist von Menschlichkeit, Humanismus und Widerstand die Rede, vor allem aber von Hoffnung. Im Sinne Vaclav Havels, dass wir nicht wissen, wie es ausgeht, aber dass dieser Einsatz Sinn hat, egal wie es ausgeht. Aber auch im Sinne des biblischen Glaubens, dass die Grenze des Menschenmöglichen nicht die Grenze unserer Hoffnung bestimmt.

Musikalisch ergänzt wird der Vortrag von Musikern der Jugendmusikschule Schorndorf und, wie immer in der Reihe Stadtkirche am Abend, ist das Ganze eingebettet in eine schlichte Liturgie, gestaltet von Pfarrerin Dorothee Eisrich.