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Stadtkirche Schorndorf

 

 

 

    

 2. BDS Altstadtlauf:

 


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 Die Strecke:

 


09.05.2011

 

In der Endlosschleife durch die Gassen

 

Zweiter Altstadtlauf für die Sanierung der Stadtkirche – fast 750 Aktive waren bei den Sport- und Sponsorenläufen dabei

 

Geht’s um die Sanierung der Stadtkirche, werden in Schorndorf nicht die Hände betend in den Schoß gelegt. Beim zweiten Altstadtlauf, den der Bund der Selbstständigen zugunsten der Kirche organisiert hat, flogen gestern vielmehr die Füße übers Kopfsteinpflaster. Nach den Sportläufen auf der Acht-Kilometer-Strecke waren nachmittags die 400-Meter-Rundläufer und ihre Sponsoren gefragt. Für die Kirche kam ein fünfstelliger Betrag zusammen.


 Die Flitze-Füchse rannten insgesamt 1050 Runden.Auch wenn die kleinen Flitze-Füchse vom Fuchshofkindergarten mit ihren knallgrünen T-Shirts wie in einer Endlosschleife vom Marktplatz über die Neue Straße, die Kirchgasse und wieder zurück zum Rathaus liefen, das Pfarrer-Team hat sich beim Altstadtlauf gestern auch ganz schön ins Zeug gelegt. Dekan Volker Teich war vormittags schon beim Hauptlauf dabei, hörte aber nach zwei Vier-Kilometer-Runden vorsorglich auf, um genug Kraft für den Sponsorenlauf am Nachmittag zu haben. 21 Runden hat er dann gemeinsam mit seinen Pfarrerkollegen Ulrich Lang und Thomas Fuchsloch geschafft. Mit Extra-Herausforderung, versteht sich: Die drei schoben im Wechsel Pfarrer Günter Braun im Rollstuhl über das Kopfsteinpflaster.

 

Mit fast so vielen Runden war Rainer Schuster, stellvertretender Leiter des Schorndorfer Polizeireviers, für die Stadtkirche aktiv: 19-mal rannte er ums Karree – und hatte gefühlt 40 Runden in den Beinen. Bei brennender Sonne und sommerlichen Temperaturen von annähernd 30 Grad Celsius ist das kein Wunder. Ein Glück, dass es am Versorgungsstand für die Läufer reichlich Wasser in Bechern, Bananen und Apfelstücke gab – sonst hätte mancher das selbst gesteckte Ziel womöglich nicht erreicht. Doch außer einer Läuferin, die über leichte Kreislaufprobleme klagte, und einem Sportler mit verknackstem Knöchel kamen alle heil ins Ziel. Und das waren einige: Bei Haupt-, Nordic-Walking- und Jugendlauf haben die Veranstalter 548 Teilnehmer gezählt. Beim Sponsorenlauf von 15 bis 17 Uhr waren’s fast 200.  Darunter liefen auch die Teams der Feuerwehr und der Palm’schen Apotheke, eine Polizeimannschaft und das 15-köpfige Team des Mehrgenerationenhauses. 15 Runden ist sogar SPD-Stadträtin Silke Olbrich mitgelaufen – und war damit nicht die einzige Mühlbachhaus-Bewohnerin mit neuem Kreuzband im Knie. Doch es geht noch besser: Den Rekord von 95 Runden hat an diesem sonnigen Muttertag Patrick Marks aufs Pflaster gelegt. Fast 8000 Euro an Sponsorengeldern kamen insgesamt zusammen. Gemeinsam mit den Startgeldern aus den sportlichen Läufen rechnen die Veranstalter auch dieses Jahr mit einer fünfstelligen Summe für den guten Zweck. 

 

Ehrensache, dass sich auch die Stadtverwaltung für die Kirchensanierung angestrengt hat. Oberbürgermeister Matthias Klopfer war beim Hauptlauf dabei – und brauchte, im Gleichschritt mit Kirchbauvereins- Vorsitzendem Dr. Christoph Gaa, 42.36 Minuten für die acht Altstadt-Kilometer. Es ging vom Marktplatz über die Weststadt, an der Stadtkirche und der Schlosswallschule vorbei, nach einem Abstecher über die Schlosswallgüter und diverse Altstadtgassen wieder zurück auf den Marktplatz. Bis Klopfer am Mittag seinem Waiblinger Kollegen Andreas Hesky den Staffelstab publikumswirksam im Laufschritt übergab, war er wieder bei Atem – und hat für den dritten Altstadtlauf im kommenden Jahr schon einen Ko-Läufer gefunden: Moderator Tim Eberhard überredete den Waiblinger OB, beim nächsten Schorndorfer Lauf dabei zu sein. Die Übergabe des Staffelholzes sollte gestern indes die Verbindung beider Städte bei der Veranstaltung der Sportregion „5x5x5“ zum Ausdruck bringen. Sportlich dabei: Väter in Flip-Flops, Mütter barfuß und im Rock Sportlich unterwegs war auch Erster Bürgermeister Horst Reingruber: Der Anzug blieb im Schrank, dafür ging er im Sportdress und mit Nordic-Walking-Stöcken beim Sechs-Kilometer-Walking-Rund an den Start. Beim Sponsorenlauf am Nachmittag freilich war die Kleiderordnung nicht so streng: Da liefen Väter in Flip- Flops mit ihren Kindern übers Pflaster, Mütter barfuß und im Rock, Jeans und Straßenschuhe gingen auch und mancher nahm sogar sein Kleinkind auf den Arm, andere den Hund an der Leine. Von sportlicher Verbissenheit keine Spur. Da blieb – nach der x-ten Runde übers Kopfsteinpflaster – immer Zeit für einen Gruß ins Publikum oder für einen gemütlichen Pausenschwatz. Damit aber keine Runde für die Stadtkirche verloren ging, standen auf dem Oberen Marktplatz sechs Strichmacher vor den Schleusengittern: Auf drei Zeilen im Teil-nahmezettel wurde jede Runde vermerkt. Und wer versehentlich durchrannte, bekam den Kulistrich auch hinterhergetragen. Schließlich geht’s drum, das Ergebnis der Altstadtlauf-Premiere zu toppen: 2010 kamen 25 000 Euro für die Kirchensanierung zusammen. Damit das gesteckte Ziel erreicht werden kann, gab’s diesmal sogareine zehnminütige Laufzeitverlängerung.

 

 

 

Altstadtlauf-Zitat

„Die Kleinen sorgen dafür, dass Geld in die Kasse kommt. Aber die haben auch am längsten was von der Kirche.“

 

Tim Eberhard zum sportlichen Einsatz der Flitze- Füchse. Der Altstadtlauf-Moderator kommentierte die sportlichen Läufe und den Sponsorenlauf am Mikrofon - ebenfalls wie in einer Endlosschleife.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Schorndorfer Nachrichten, Barbara Pienek.

 

 

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