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Stadtkirche Schorndorf

31.08.2010

 

"Hoffnung statt Asche"

Eine eindrucksvolle Zeitreise in die historische Festungsstadt Schorndorf fand am Montag, den 20. August im Rahmen der Sommerferien-Aktion der Stuttgarter Zeitung statt. Auch mit dieser Veranstaltung sollte ein breites Publikum auf den Renovierungsnotstand dieser wunderbaren Stadtkirche aufmerksam gemacht werden. In diesem Fall die Leserschaft der Stuttgarter Zeitung Gesamtausgabe.

 

Insgesamt 30 Abonnenten aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der Stuttgarter Zeitung reisten individuell zum Tagesausflug nach Schorndorf. Begrüßt wurden sie von Dekan Volker Teich und Oberbürgermeister a. D. Winfried Kübler. Dieser führte die Besucher, samt Redakteurin und Fotograf zurück in die Vergangenheit:

 

Der 30-jährige Krieg wütete verheerend in Schorndorf: Schlussendlich wurden Stadt und Kirche im Herbst 1634 dem Erdboden gleich gemacht, durch kaiserliche Truppen in Schutt und Asche gebombt. Doch durch die Hoffnung der Menschen erstand Neues.

An diesem Vormittag erlebten unsere Besucher diese Hoffnungsgeschichte erlebnisreich nach: Die Belagerung auf multimediale Weise mit einer thematischen Führung unter dem Titel "Spuk im Schloss" im alten Schlosskeller, sie beschauten die erhaltene Mittelbastion tief unter der Stadt. Nach der Erfahrung dieser "Tiefen der Geschichte" brachen wir, gemeinsam mit unseren Gästen zu Hoffnungstönen auf:

In der großen spätgothischen Stadtkirche, die in diesem Jahr ihren 350. Geburstag feiert, belebten himmlische Orgel-Klänge. Kirchenmusikdirektorin Hannelore Hinderer demonstrierte ihre große Kunst an der wertvollen Bornefeld-Orgel.

Konsequenterweise eroberten die Herrschaften dann, unter der Leitung von Stadtpfarrer Steffen Kaupp - wechselweise in zwei Gruppen, Auge in Auge mit dem schwingenden Geläut - den über 60 Meter hohen Kirchturm, um es fassbar zu erleben, wie der Himmel den Schorndorfer Bürgern wieder offen stand.

Parallel dazu besichtigte die jeweils andere Gruppe unter der Führung von Volker Teich die Schätze der Stadtkirche.

 

Und da der ereignisreiche Gang durch die Geschichte hungrig machte, wurde der Vormittag mit einem rustikal-deftigen Mittagessen (von Ursel Russ selbstgemachte Wurstknöpfle mit herrlichem Kartoffel- und grünem Salat) im historischen Gewölbekeller abgerundet. Ein Souvenir der altehrwürdigen Stadtkirche ließ die Teilnehmer diesen eindrucksvollen Ausflug bestimmt in angenehmer Erinnerung behalten.

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