26.05.2011
„Das war eine supertolle Idee“
Einmal rund um die Uhr geschwommen und 2.000 Euro für den Kirchbauverein
Das Oskar-Frech-SeeBad hatte im April einen Tag lang rund um die Uhr geöffnet. Während dieser 24 Stunden sprangen 220 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche ins Becken und schwammen Bahn um Bahn. Am Schluss wurde zusammengezählt: Insgesamt 1160 Kilometer brachten die unermüdlichen Wasserratten zusammen. Das Ergebnis war auch in anderer Hinsicht erfreulich: Die Stadtwerke als Betreiberin des Hallenbads hatten pro 1000 Meter einen Euro zugunsten des Kirchbauvereins ausgelobt. Geschäftsführer Andreas Seufer legte noch eine Schippe drauf und überreichte jetzt zusammen mit Bäderbetriebsleiter Jörg Bay im Eingangsbereich des Schwimmtempels einen Scheck über 2.000 Euro. Dekan Volker Teich geriet dabei regelrecht ins Schwärmen: „Das war eine supertolle Idee.“ Der Vorsitzende des Kirchbauvereins, Dr. Christoph Gaa pflichtete ihm bei: „Wir erfahren derzeit unheimlich viel Unterstützung und sind nun bei einer halben Million Euro Guthaben angelangt.“
Damit haben die Verantwortlichen ihr Ziel noch lange nicht erreicht. Laut Teich und Dr. Gaa fehlen immer noch 1,2 Millionen Euro. Sie verweisen dabei auf die Gesamtkosten der anstehenden Innenrenovierung der altehrwürdigen Stadtkirche, die mit rund 3,4 Millionen Euro veranschlagt ist. Allein für die Orgel, mit der als erster Schritt im Herbst 2012 begonnen werden soll, müssen nach dem neuesten Kostenvoranschlag rund 360.000 Euro aufgebracht werden. Das Sanierungsprogramm sieht noch eine lange Liste kostenträchtiger Arbeiten vor. So muss die Empore komplett überarbeitet und gesichert werden, der Einbau der Heizanlage wird ebenso eine Menge Geld verschlingen wie die Restaurierung vieler Holzteile bis hin zur Kanzel und den Altarschranken. Die ineffiziente Beleuchtung soll ausgetauscht und der notwendige Stauraum für den Betrieb der Stadtkirche geschaffen werden. Kurzum: „Der Renovierungsnotstand ist akuter denn je“, stellt Dekan Teich in einem Aufruf fest.
Für die Stadtwerke lag die finanzielle Unterstützung geradezu auf der Hand, wie Geschäftsführer Andreas Seufer mit Blick in die Vergangenheit feststellte. Schließlich habe das erste elektrische Licht der Daimlerstadt in der Stadtkirche gebrannt und zwar in der Nacht zum 1. Januar 1900. Da
könne der Stromanbieter mit Fug und Recht von einer „historischen Verbundenheit“ sprechen. Die Teilnehmer des 24- Stunden-Schwimmens dürften bei der sportlichen Veranstaltung indes eher ihre
persönliche Bestleistung im Auge gehabt haben. Sicher hat auch der regional gute Ruf des Oskar-Frech-SeeBads ebenso seinen Anteil am Erfolg wie die kompetente Betreuung durch die DLRG-Mitglieder, die wiederum vom Bistro kostenlos versorgt wurden.
Mit freundlicher Genehmigung von Schorndorf Aktuell, Jörg Aschbacher.
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