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Stadtkirche Schorndorf

 

 

Mitglieder des Kirchbauvereins und Pfarrerin Dorothee Eisrich (Dritte von links)

 

09.11.2011

 

Barometer zeigt Spendenstand an

Und macht vielleicht auch etwas Druck, Geld zu geben

 

Wer wissen will, was die Stunde geschlagen hat, ist in der Nähe eines Gotteshauses immer richtig. Das gilt selbstredend auch für die Schorndorfer Stadtkirche, deren Innensanierung bekanntlich dringlichst ansteht. Sie hat aber seit Samstag eine Besonderheit: Ein Spendenbarometer zeigt an, wie viel Geld für diese Arbeiten bereits zusammengekommen ist. Und welche Summe noch fehlt. Es hängt immer von der Betrachtungsweise  ab oder, anders formuliert: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Der positiv Denkende sagt, es ist halb voll, für jemanden mit eher negativem Gedankengut ist es halb leer. Ersterer würde beim Blick auf das Spendenbarometer sagen, „wir haben ja schon 650 000 Euro beieinander“. Zweiterer wäre fast schon verzweifelt bei seiner Sicht der Dinge: Es fehlen nämlich noch etwas mehr als eine Million Euro.


Jeder der 17 Meter des Barometers steht für 100 000 Euro

 

Wie dem auch sei: 17 Meter ist das Spendenbarometer hoch, und jeder Meter steht für 100 000 Euro. Bei 6,50 Metern hängt im Moment der Pendel, und jede(r) kann künftig sehen, wie sich die Spendenbereitschaft der Schorndorferinnen und Schorndorfer für die Stadtkirche auswirkt. Und natürlich auch, wie schnell das Barometer steigen wird. Ein solches Gerät ist eigentlich ein Druckmesser, wie Christoph Wolfmaier, zweiter Vorsitzender des Kirchbauvereins bei der Einweihung des Spendenbarometers durchaus treffend feststellte.

 

Vielleicht, so Professor Wolfmaier weiter, sei das als Symbol zu verstehen. Auf den Druck, das gesteckte Ziel zu erreichen, nämlich. Bei diesem Ziel, das eigentlich eine Zahl ist, die 1,7 Millionen Euro heißt, wird Wolfmaier (und vermutlich nicht nur ihm) allerdings „bange“. Es handelt sich dabei um die Hälfte des Betrags, den die Innensanierung der Stadtkirche verschlingen wird. Und die 1,7 Millionen Euro an Spenden müssen laut Wolfmaier zusammenkommen, damit die Gelder aus anderen Töpfen (Kirche, öffentliche Hand zum Beispiel) fließen. Der zweite Vorsitzende des Kirchbauvereins weiß aber um die „Motivation“ der Schorndorfer Bürgerschaft („sie ist hoch“) und glaubt, dass auch das Spendenbarometer „für uns alle ein Ansporn ist, die 1,7 Millionen Euro an Spenden zu erreichen“. Dorothee Eisrich, Pfarrerin der evangelischen Stadtkirchengemeinde, sagte, Menschen bräuchten „sichtbare Zeichen, denn wir sind optische Menschen“. Die Innenrenovierung sei ein „mutiges Unterfangen“. Die Stadtkirche sei „die Kirche der Schorndorfer, eine Volkskirche mitten in der Stadt“.

 

Pfarrerin Eisrich bat die Schorndorfer, „uns zu unterstützen, wir brauchen Sie. Machen Sie diese Kirche zu Ihrem Bau – mitten in der Stadt.“

 

21 Schilder werden am Bauzaun vor dem Chor der Stadtkirche und an ihrer Nordseite hängen. Firmen werben auf ihnen und bekunden gleichzeitig Solidarität mit der Innensanierung. Denn sie bezahlen jährlich einen Betrag in Höhe von 1250 Euro. 13 Schilder sind vermarktet, acht also noch zu haben.

 

Quelle: Schorndorfer Nachrichten, Ausgabe vom 07.11.2011

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